
Kronen Zeitung
EUROPACUP-HALBFINALE
Austria-Wien-Frauen wollen Historisches erreichen
Als erstes österreichisches Frauenteam in ein Fußball-Europacup-Halbfinale einziehen: Das ist das große Ziel der Wiener Austria. Der Bundesliga-Tabellenführer gastiert am Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel des Women‘s Europa Cup bei Sparta Prag. Bei uns sehen sie dieses Spiel ab 12 Uhr live auf sportkrone.at.
Auch da die Wienerinnen im Bewerbsverlauf bereits Slavia Prag bezwungen hatten, dürfen sie sich gute Chancen ausrechnen. Der verletzte Austria-Trainer Stefan Kenesei schob den Gastgeberinnen die Favoritenrolle zu.
„Würde Sparta favorisieren“
„Ich würde Sparta schon favorisieren, so ehrlich muss man sein, bei all der Euphorie, die wir haben“, betonte der 40-Jährige. Qualität gepaart mit Reife würde in K.o.-Duellen eine entscheidende Rolle spielen. „Sie sind uns da noch etwas voraus, in einer Saison, wo wir erstmals überhaupt europäisch spielen, muss man das so sehen.“ Dabei könnte es dafür kaum besser laufen. Nach Slavia wurde auch Anderlecht aus dem Bewerb geworfen. National gab es in 14 Ligaspielen nur bei einem Remis keinen Sieg, Serienmeister St. Pölten wurde inklusive ÖFB-Cup dreimal in dieser Saison besiegt, am Samstag zum Frühjahrsstart mit 2:1.
Sparta Nummer eins in Tschechien
„Es ist schon großartig, wie wir das gemacht haben. Wir hatten eine super Energie am Platz, Klarheit in den Aktionen“, sagte Kenesei. Sparta Prag stellte er aber „über“ die Niederösterreicherinnen. „Sie haben Slavia ein bisschen den Rang abgelaufen. Bessere Spielerinnen sind zur Konkurrenz gewechselt. Das zeigt, dass sie momentan die klare Nummer eins im Land sind“, erläuterte der Austria-Coach. Bei Slavia hatte sein Team mit 1:2 verloren, dann im Rückspiel im Elfmeterschießen noch den Aufstieg fixiert. „Das ist eine gute Sache für die Köpfe, wir wissen aber auch noch, wie schwer es in Prag war.“
Hoffnung auf „bestmögliches Ergebnis“
Kenesei hofft auf ein „bestmögliches Ergebnis“. Auch bei einer Niederlage würde die Welt nicht zusammenbrechen. „Alles, was mit einem Tor Unterschied ist, selbst wenn man verliert, ist im Retourspiel aufzuholen“, sagte Kenesei, zumal man im Europacup in der Generali Arena bisher „überragende Leistungen“ gezeigt habe. An der Linie kommt es zum Trainerduell mit Sparta-Coach Michael Steiner, bei dem Kenesei vor den Duellen mit Slavia auch Informationen eingeholt hatte. „Der ausschlaggebende Faktor sind aber nicht die Trainer, sondern wie es die Spielerinnen am Platz machen“, unterstrich Kenesei.
Fokus auf stabile Defensive
Seine Marschrichtung für die Partie ist klar. „Wir werden uns darauf fokussieren, dass wir eine sehr stabile Defensive haben und gut gegen den Ball arbeiten, um vielleicht bei der ein oder anderen Umschaltsituation oder Standardsituation einen Treffer zu erzielen, wie es schon gegen Anderlecht gelungen ist.“ Unter den Zuschauern werden viele Kindergarten- und Schulkinder erwartet, die vom Club eingeladen wurden. Den Austrianerinnen, die in der Vorbereitung drei Zu-Null-Siege gegen europäische Gegner feierten, werden vor Ort auch die beiden Vorstände Tomas Zorn und Harald Zagiczek die Daumen drücken.
„Ralf-Rangnick-Gedenkwagerl“
Sehen werden sie dabei auch einen nicht voll mobilen Kenesei. Nach einem im Trainingslager in der Türkei bei einem Ausfallsschritt erlittenen Achillessehnenriss geht er aktuell noch auf Krücken. „Es ist eine mühsame Sache, aber zumindest halten sich die Schmerzen in Grenzen“, berichtete Kenesei vor der Abfahrt mit dem Bus am Dienstagvormittag. Einen lustigen Nebeneffekt gibt es für Carina Wenninger und Co. „Es ist eine Gaude für die Spielerinnen, wenn ich mit dem Ralf-Rangnick-Gedenkwagerl herumfahre.“
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